Wissenschaftliche Publikationen

Meine wissenschaftlichen Arbeiten zu Themen der romanistischen Linguistik haben vier Schwerpunkte: Am Anfang meiner wissenschaftlichen Laufbahn konzentrierte ich mich auf deskriptiv-analytische Arbeiten  zur romanischen Verbalmorphologie und Syntax. Dabei verstand  ich die Romania stets als eine genetische Einheit, deren Zusammen-gehörigkeit ich mir durch Studien in Frankreich, Spanien, Portugal, Italien und  Rumänien vor Augen führen konnte.

In diese Frühzeit fallen die Dissertation zu den telischen Verben in den romanischen Sprachen, in der die damals aktuelle Kategoriendiskussion in strukturalistischer Tradition panromanisch überprüft und ergänzt wurde und das Buch zu Tempus, Aspekt und Aktionsarten, in dem methodendifferenziert diese satzübergreifenden Phänomene der Grammatik analysiert  werden, wobei die Beiträge der Semantik, Pragmatik  und der damals aktuellen generativen Theorien evaluiert wurden. Das hierzu nötige Referenz- material repräsentierte stets die Gesamtheit der romanischen Sprachen.

Das Rumänische war in der Folgezeit ein weiterer wichtiger Schwerpunkt meiner Arbeiten. Im Zusammenhang mit dem Aufbau eines Studiengangs für dieses Fach  verfaßte  ich zusammen mit Peter Ceauşescu (Bukarest)  ein Einführungslehrwerk in die rumänische Sprache, das an vielen Universitäten in Deutschland Grundlage für den Zugang zum Rumänischen wurde.

Diese  Arbeit wurde (in Zusammenarbeit mit meiner damaligen Mitarbeiterin Katja Göring) ergänzt durch eine Monographie zur rumänischen Landeskunde, die nicht nur die spezifisch rumänischen Gegebenheiten anlysierte, sondern vor  allem auch die multikulturelle Situation untersuchte, die kennzeichnend ist  für dieses Land im Kreuzungspunkt zwischen Orient und Okzident. Meine Forschungsarbeiten zum Rumänischen beschäftigen sich augenblicklich mit der Interkomprehension auf der Basis des Rumänischen und dem interkomprehensivem Zugang zum Rumänischen. Hierzu ist in Zusammenarbeit mit Sanda Reinheimer (Uni Bukarest) 2002 das Buch EuroComRom: Şapte Site: Să citim si să înţelegem simultan limbile romanice, die Adaptation von EuroComRom in rumänischer Sprache, entstanden. In Vorbereitung sind Arbeiten zum rezeptiven Erwerb des Rumänischen nach der Methode EuroCom. Das Entstehen des dazugehörigen on-line-Tutorials als teleteaching-Modul ist im Internet zu verfolgen:
www.eurocomprehension.com.

Durch zahlreiche Reisen und Forschungsaufenthalte in Schwarzafrika  und Lateinamerika kristallisierte sich ein Schwerpunkt zur Neuen Romania heraus, einem Bereich romanischer Kulturen, der Multikulturalität par excellence dokumentiert. Aus dieser Zeit stammen zahlreiche Arbeiten zur  Sprachpolitik und Sprachenplanung in der Frankophonie Schwarzafrikas und das mit dem Kollegen Karsten Garscha zusammen verfaßte Einführungswerk zur Lateinamerikanistik.

In jüngster Zeit konzentrieren sich meine  Arbeiten auf die romanische Interkomprehension, die das eingangs erwähnte Postulat nach der Einheit der Romanistik wieder aufnimmt. Zusammen mit meinem literaturwissenschaftlichen Kollegen Tilbert D.Stegmann entwickelte ich die EuroCom-Methode, die es  ermöglicht, auf der Basis einer Brückensprache (in Deutschland meist das Französische) rezeptive Kompetenz (Lesekenntnis) in allern romanischen Sprachen simultan zu erreichen. Die diesbezüglichen Publikationen erscheinen kontinuerlich in  der Reihe Editiones EuroCom . Die wissenschaftlichen Beiträge zu EuroCom sind online verfügbar. Im Jahre 1998 gründete ich die Forschergruppe EuroCom, die sich der Forschung zur europäischen Mehrsprachigkeit nach dem EuroCom-Modell widmet und die Eurocomprehension auf die germanische und slawische Sprachengruppe anwendet. Über die Forschungsarbeiten dieser Gruppe informiert die von mir redigierte Website: www.eurocomresearch.net.

 

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