![]() Die Karpaten
Die erdgeschichtlich verhältnismäßig jungen Karpaten (Tertiär) sind ein Teil und Fortsatz der Faltenzone der Ostalpenkette.
Zweitausender prägen die Karpatenwelt, sie liegen unter der Grenze des ewigen Schnees. Höchster Gipfel ist der
Moldoveanu mit 2543 Metern. Wie ein doppeltes Amphitheater umfassen die beiden äußeren Karpatenbögen die transsilvanische
Hochebene, die auch unter dem Namen Hochland von Siebenbürgen bekannt ist.
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Die Ostkarpaten erstrecken sich von der Nordgrenze Rumäniens bis zum Prahovatal vor den Toren des Erdölgebiets von Ploieşti. Sie sind etwas höher als die Westkette, überschreiten jedoch nur selten die 2000 Meter-Grenze. Ihre höchste Erhebung ist der Pietroşul mit 2303 Metern in den Munţii Rodnei. Das Gebirge zeichnet sich wegen seines besonders harten kristallinen Gesteins durch tiefe Schluchten und bizarre Flusseinschnitte (chei) aus. Die Cheile Bicazului und die Cheile Bistriţei bieten ein beeindruckendes Landschaftsbild. Am westlichen Rand liegen die vulkanischen Regionen der Munţii Oasului und Harghita. Die gut erhaltenen, heute erloschenen Vulkankegel und der einzige Kratersee Rumäniens, der St.Annen-See (Lacul Sfântă Ana) stellen die größte vulkanische Gebirgskette Europas dar. In den Ostkarpaten findet man auch die mächtigsten Vertreter der Karpatenfauna, den Bären, das Wildschwein und den Karpatenhirsch. Die Südkarpaten erstrecken sich von der durch Timiş und Cerna gebildeten Flussgrenze im Westen, am Eisernen Tor, bis zum Prahova-Tal. Sie bestehen hauptsächlich aus harten kristallinen Gesteinsmassen und vulkanischen Felsen. Dies gibt den Südkarpaten einen besonders bizarren Aspekt. Im Făgăraş-Massiv [Fogarasch] liegen die höchsten Berge des Landes (Moldoveanu 2544m, Negoiu 2535m). Die hochgelegenen Erosionsplattformen der Südkarpaten dienten bereits in der Frühzeit der europäischen Geschichte Hirtenvölkern als Viehweide. Von der letzten Eiszeit zeugen großartige Gletscherseen. Die Gebirgspässe des sagenumwobenen Bran [Törzburg], von Novaci-Sugag und Vîlcan sowie die idyllischen Flusstäler des Olt [Alt] und des Jiu verbanden Siebenbürgen mit den südlichen Handelswegen. Um den großen Karpatenbogen legt sich der bergige Rand der Subkarpaten, die sich vom Fluss Moldau im Norden bis zum Motru-Fluss im Südwesten hin erstrecken. Seit dem Paläolithikum gibt es hier eine menschliche Besiedlung. Das besonders milde Klima in dieser Ackerbauregion begünstigt eine mediterrane Flora mit Esskastanien und Weinen von bestem Ruf.
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