![]() Klimabedingungen
Das Klima Rumäniens ist ein gemäßigtes Kontinentalklima mit Übergangscharakter. Diese abstrakte Bezeichnung
soll an die geographische Lage des Landes erinnern, läßt aber leicht vergessen, dass es in Rumänien unterschiedliche
Zonen mit extremen jahreszeitlichen Bedingungen gibt. Auch die relative Südlage Rumäniens und die Tatsache, dass das
Mittelmeer näher gelegen ist als der Ural und die sibirischen Regionen, sind nicht unbedingt klimabestimmende Faktoren,
denn das Balkangebirge, die Dinarischen Alpen und auch die West- und Südkarpaten schirmen das Land gegen direkte mediterrane
Einflüsse ab. Temperaturen
Wenn Unterschiede, die nach dem Jahresdurchschnitt berechnet sind, als aussagekräftig gelten,
dann gibt es eine statistische Differenz von drei Grad zwischen dem extremen Norden und dem Süden Rumäniens. ![]() Marius Bunescu Iarna în Bucureţti Kältester Monat ist der Januar. Die tiefste Temperatur wurde am 25.01.1942 in Bod bei Braşov gemessen: -38,5 Grad. Die höchste Sommertemperatur stellte man am 10.08.1951 in der Nähe von Brăila mit +44,5 Grad fest. Insgesamt gilt der Juli als heißester Monat. Abgesehen vom Hochgebirge, sind die Temperaturunterschiede in den einzelnen Regionen im Winter nur gering. Im kältesten Monat Januar liegt die Temperatur in den Karpaten bei -10 bis -5 Grad, in den Ebenen bei -3 bis -2 Grad. Im Juli sind die Unterschiede zwischen Gebirgswelt und Tiefland deutlicher: Die Durchschnittstemperatur des Donautieflandes und der Dobrudscha beträgt +23 Grad. In den Hochländern von Moldau und Siebenbürgen liegt die Temperatur durchschnittlich bei +19-20 Grad, in den Hochgebirszonen nur bei +7-12 Grad. Im Gebirge beginnt der Frost Mitte September und dauert bis zu 200 Tagen, in Siebenbürgen und der Moldau beginnt er Mitte Oktober und dauert 100 bis 150 Tage. Im Tiefland sind die Winter kürzer, sie beginnen im November mit kurzen, heftigen Frostperioden und dauern bis März. Das Eindringen von kalter Polarluft oder atlantischen Strömungen auf dem europäischen Kontinent führt gelegentlich noch im Frühjahr zu Frosteinbrüchen. Typisch für das gemäßigte Kontinentalklima ist auch die Unregelmäigkeit der Zwischenjahreszeiten. Es gibt Jahre, in denen der Frühling im Februar beginnt und der Herbst sich bis in den Dezember hinein erstreckt, doch konnte man auch schon einen brüsken Wechsel vom Winter zum Sommer im April beobachten und die ersten Wintertage im Oktober erleben. zurück zur
Textauswahl
|
Niederschläge
|
zurück zur
Textauswahl
|