Arbeitsbereiche der Linguistik 

Das Ziel der Beschreibungsadäquanz


Die zuvor dargestellten Modelle haben gezeigt, welche Beschreibungsbereiche für die Linguistik erfoderlich sind, um eine adäquate Darstellung dessen zu liefern, was sich bei der Kommunikation abspielt. Daraus lassen sich  Aufgabenbereiche der Linguistik ableiten, die sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert haben. Die folgende Übersicht, verlinkt mit Linklisten im Internet zu den Einzeldisziplinen, will keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Sie soll lediglich die Vielseitigkeit der sprachwissenschaftlichen Disziplinen verdeutlichen.

 


     

Alle oben genannten Teildisziplinen haben Unterteilungen, die teilweise eigenständige Entwicklungen aufweisen. Das Propädeutikum für Romanische Sprachwissenschaft stellt hier nur diejenigen Diszplinen vor, die in der romanistischen Linguistik eine besondere Tradition haben. Die romanische Sprachwissenschaft ist - im Gegensatz zur anglistischen oder germanistischen - geprägt von der Mehrsprachigkeit. Wir haben es nicht mit der Beschreibungsadäquanz einer einzigen Sprache - Englisch oder Deutsch - zu tun, sondern mit einem breiten Spektrum von Sprachen und Kulturen. Dies hat dazu geführt, dass die formalen Theorien - wie etwa die generativen - weniger intensiv (und mit einer gewissen Skepsis) entwickelt wurden wie etwa die kulturspezifischen (Soziolinguistik, Historische Sprachwissenschaft, Interkomprehensionswissenschaft u.a.). Die romanische Sprachwissenschaft beschäftigt sich mit der sprachlich-soziokulturellen Identität der romanischen Einzelsprachen und ihrer Beziehungen untereinander. Die romanische Sprachwissenschaft hat deshalb grundsätzlich eine andere Struktur als die vorwiegend monolingualen Nachbardisziplinen der heutigen Anglistik und Germanistik.          

 

 

 

 
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